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Mishna Project

The Mishna project appears with the Hebrew text with variants and a German translation and Commentary.

Mishna Project

Die Jerusalemer Mischna

Die "Jerusalemer Mischna" ist vollständig erschienen. Das 2002 angekündigte Projekt der "Jerusalemer Mischna" ist im Frühjahr 2016 beendet worden. Neben dem Einleitungsband sind alle 63 Mischnatraktate erschienen. Das Projekt wurde von den Absolventen des deutschen Studienprogrammes an der Hebräischen Universität "Studium in Israel" getragen. Herausgeber ist Michael Krupp, von dem auch die meisten der Traktate bearbeitet wurden.

Die Mischna ist der Grundbestand beider Talmudim, des Jerushalmi und des Bavli. Es gab bisher keine vollständige wissenschaftliche Gesamtausgabe der Mischna. Der Text der jüdischen klassischen Ausgaben ist verderbt und unzuverlässig. Die Mischna ist in zwei verschiedenen Rezensionen überliefert, der palästinischen (eretz israelischen) und der babylonischen. In den Drucken findet sich ein Mischtext beider. Die jetzige Ausgabe vermittelt an Hand der vollständigen Mischnahandschriften und der einzigen vollständigen Talmudhandschrift einen zuverlässigen Text. Ebenso ist der Text der herkömmlichen Drucke im Apparat zu finden. Hinzu kommt eine deutsche Übersetzung und ein deutscher Kommentar.

Die Ausgabe ist in Einzelausgaben der Traktate erschienen, also in 63 Einzelausgaben. Dies ist vor allem praktisch in den Fällen, wenn man sich nur für ein besonderes Gebiet der Mischna interessiert, und nicht die gesamte Mischna erwerben will. Es kommt ebenso dem Lehrbetrieb der Universitäten entgegen, wo ein Dozent nur einen Traktat mit seinen Studierenden durchnehmen will.

Die Einzelausgaben sind extrem billig im Vergleich mit den Preisen sonstiger wissenschaftlicher Ausgaben, da die Preise sich am Herstellungspreis orientieren, der in Israel anscheinend auch geringer ist als in Deutschland.

Neben der Jerusalemer Mischna erscheint ohne hebräischen Text und Varianten Apparat und mit weniger Anmerkungen eine deutsche Ausgabe im Verlag der Weltreligionen (Suhrkamp) vom selben Herausgeber. Bisher sind dort eine Einführung und die Ordnungen Zeraim bis Qodashim erschienen. Der letzte Band, Toharot, erscheint im Frühjahr 2017. Dann wird auch diese Ausgabe komplett zur Verfügung stehen.

Da beide Ausgaben verschiedener Natur sind, wurde die Jerusalemer Mischna mit Absprache des Suhrkamp Verlages fortgesetzt. Wer also am Hebräischen und am Variantenapparat und größerem wissenschaftlichen Apparat interessiert ist, sollte auf die Jerusalemer Mischna zurückgreifen.

Dass dieses Werk innerhalb von 14 Jahren, und beim Suhrkampverlag in weniger als 10 Jahren, zum Abschluss gebracht werden konnte, ist auch der tätigen Mitarbeit vieler junger Wissenschaftler, die in Israel studiert haben, zu verdanken, und erfüllt den Herausgeber mit einem gewissen Stolz, arbeitet doch das wissenschaftliche Projekt der sogenannten "Gießener Mischna" (in dem der Herausgeber der Jerusalemer Mischna den Band Arakhin veröffentlicht hat) seit 1905 und ist immer noch nicht zum Abschluss gekommen. Dazu kommt, dass einige Bände der Gießener Ausgabe, besonders die frühen Ausgaben, dem wissenschaftlichen Standard und der neueren Forschung auf dem Gebiet der Mischna nicht genügen und neu herausgegeben werden müssten.

 

Die einzelnen Ausgaben:

- Einleitung in die Mischn - 120 S.12,50 (10,00) Euro
Behandelt unter anderem den Entstehungsprozess der Mischna, die unterschiedliche Textüberlieferung, die Handschriften, die Besonderheit des mischnischen Hebräisch, die wichtigsten Gelehrten, rabbinische Logik und vieles mehr.


In Klammern stehen die Bearbeiter und das Erscheinungsjahr

Ordnung Seraim

- Berachot - Segenssprüche (Krupp, Juni 2008), 66 S. 8,50 € (6,80)
Die gottesdienstlichen Ordnungen und Segenssprüche

- Pea - Die Feldecke (Gregor Buß, Juli 2008), 76 S. 9,20 € (7,40)
Behandelt das Armenrecht zur Zeit der Mischna

- Demai - Zweifelhaftes (Krupp, Frühjahr 2009) 65 S 8,20 (6,50) €
behandelt die Landesfrüchte, die von Amme ha-Aretz gekauft wurden und bei denen es
zweifelhaft ist, ob alle Abgaben getätigt wurden.

- Kilajim - Mischungen (Krupp, Herbst 2009) 80 S. 8,80 (7,00) €
Der Traktat behandelt die biblischen Verbote bei Vermischungen von Saaten auf GFeldern
und beim Weben verschiedener Materialien zu einem Stoff.

- Sheviit - Siebtes Jahr (Tobias Funke/Krupp, Herbst 2011) 97 S. 9,50 (7,60) €
Behandelt die Bestimmungen des siebten Jahres im Juvel Zyklus (50 Jahre), der das
Brachliegen der Äcker vorschreibt (in Israel heute noch in Kraft), die Schuldentilgung
und im Altertum die Freilassung der Sklaven vorsieht.

- Terumot - Priesterhebe (Krupp, Herbst 2010) 98 S. 10,60 (8,50) €
Der Traktat behandelt die biblischen Gebote der verschiedenen Abgaben von Israeliten und
Leviten an die Priester.

- Maaserot - Verzehntungen (Friederike Hecker in Zusammenarbeit mit Felix Facklam
und Jana Schmalfuß, Herbst 2010) 63 S. 8,20 (6,50) €
Der Traktat behandelt vorrangig den in der Bibel vorgeschriebenen Erstern Zehnt, der
an die Leviten geht.

- Maaser Scheni - Zweiter Zehnt (Krupp in Zusammenarbeit mit Ulrike Wohlrab, Herbst
2011) 74 S. 8,80 (7,00) €
Der Zweite Zehnt wird von den Besitzern selbst in Jerusalem verzehrt, in anderen Jahren
ist er an die Armen zu geben.

- Challa - Teighebe (Friederike Burmeister, April 2008), 52 S. 8,- € (6,40)
Enthält die biblischen Bestimmungen über die Abgabe bei der Brotherstellung ( Num 15,8ff)

- Orla - Vorhaut der Bäume (Friederike Burmeister, April 2009), 52 S. 7,20 € (5,80)
Legt Lev 19,23-25 aus.

- Bikkurim - Erstlinge (Daniel Stöckel, Herbst 2011) 68 S. 8,50 (6,80)
Der Traktat behandelt die biblischen Vorschriften über die Abgabe der Erstlinge an den
Tempel, unter anderem einen alten Midrasch zu Dtn 26.

Ordnung Moed

- Schabbat - (Krupp in Zusammenarbeit mit Gabriel brand, Gregor Buß, Lydia Cyriax,
Christiane Donath, Johanna Friese und Tobias Schröter, April 2008) 108 S. 12,- € (9,60)
Behanderlt die Schabbatgebote und Verbote

- Eruvin - Vermischungen (Barbara Eberhardt/Krupp, Herbst 2010) 96 S. 10,60 (8,50) €
Der Traktat handelt von der Zusammenfügung von Räumen, um den Schabbatbezirk zu
erweitern, falls eine Notwendigkeit dazu besteht.

- Pessachim - Pessachfest (Jürgen Pithan/Krupp, Frühling 2011 ) 94 S. 9,80 (7,80) €
Der Traktat behandelt die Pessachfeier zur Zeit, als der Tempel bestand. Das letzte Kapitel
beschäftigt sich mit der häuslichen Pessachfeier am Pessachabend und dem Text der Haggada.

- Schekalim - Schekelsteuer -  (Krupp, April 2004) 76 S. 8,50 (6,80) Euro
Über das Steuerwesen zur Zeit des Zweiten Tempels. Über die Reinheit der Stadt
Jerusalem und des Tempels.

- Joma -Versöhnungstag) (Krupp, Januar 2003) 78 S. 8,50 (6,80) Euro
Über den Versöhnungstag,den heiligsten Tag im jüdischen Kalender.Wie er im Tempel
begangen wurde und was die wichtigsten Verpflichtungen sind.

- Sukka - Laubhütte (Ralf Kübler, November 2002) 60 S. 8,50 (6,80) Euro
Über den Bau der Laubhütte,das Fest im Tempel und in der Synagoge.

- Beza -Feiertag (Frank Ueberschaer, April 2004) 54 S. 7,80 (6,20) Euro
Die Bestimmungen für den Festtag im Gegensatz zum Schabbat und zu den Halbfeiertagen.
Während auch am Festtag Arbeit verboten ist, sind bestimmte Dinge erlaubt, wie
Feuerübertragung, Zubereitung von Speisen und ähnliches.

- Rosch ha-Schana - Neujahr (Krupp, Mai 2003) 50 S. 8,20 (6,50) Euro
Über die verschiedenen jüdischen Jahresanfänge,das Kalenderwesen und wie der Neujahrstag begangen wird.

- Taanit - Fasten (Krupp, August 2003) 50 S. 8,20 (6,50) Euro
Über das Fasten in Notzeiten bei Ausbleiben des Regens oder in Kriegszeiten und das Trauern um die Tempelzerstörung.

- Megila - Rolle (Krupp, Oktober 2002) 48 S. 8,00 (6,40) Euro
Handelt vom Lesen der Estherrolle am Purimsfest, darüberhinaus allgemein über das Lesen der Tora und der Propheten im Gottesdienst.Was aus der Bibel gelesen, was übersetzt, und was weder gelesen noch übersetzt werden darf.

- Moed Qatan - Halbfeiertag (Ralf Kübler, September 2003) 40 S. 6,50 (5,20) Euro
Über die Halbfeiertage am Passah- und am Laubhüttenfest.Wie sie sich von den Festtagen,dem Schabbat und dem Alltag unterscheiden.

- Chagiga - Festfeier (Krupp, März 2003) 42 S. 6,50 (5,20) Euro
Über die drei Wallfahrtsfeste,wie sie zur Zeit des Tempels begangen wurden und danach.

Ordnung Naschim

- Jevamot - Schwagerehe (Gabriele Penka OSB, Frühjahr 2009) 145 S. 14,50 (11,60) €
Der Traktat behandelt die Schwagerehe oder die Befreiung davon.

- Ketubbot - Eheverträge (Krupp, Herbst 2008) 105. S. 11,80 (9,40) €
Beschreibt die Ausstellung von Eheverträgen

- Nedarim - Gelübde (Daniel Schumann, Frühjahr 2009) 103 S. 11,50 (9,20) €
Ausstellung und Aufhebung von Gelübden

- Nasir - Nasiräer (Rolf Enzmann, Mai 2008), 78 S. 9,20 € (7,40)
Behandelt das Nasiratsgelübde, darunter historisches Material wie über das Königsgeschlecht von Adiabene

- Gittin - Ehescheidung -  (Krupp, März 2005) 86 S. 9,50 (7,60) Euro
Neben der komplizierten Prozedur der Ehescheidung werden im Traktat andere antike Gebote behandelt, die auf Grund veränderter Situation geändert werden mussten. Besonders behandelt wird die Situation in Palästina nach den Aufständen gegen Rom.

- Sota - Die Ehebruchsverdächtige (Krupp, März 2005)  90 S. 9,50 (7,60) Euro
Die Prozedur im Tempel bei Ehebruchsverdacht. Der Traktat behandelt neben seinem Thema das Problem, in welcher Sprache gewisse Partien der Bibel gesagt werden durften, das Kriegsrecht und das Verfahren bei ungeklärten Mordfällen.

- Kidduschin - Antrauung -  (Krupp, Juli 2004) 58 S. 8,20 (6,50) Euro
Die Antrauung erfolgt vor der eigentlichen Eheschließung, der Heimholung der Frau, ist aber mehr als Verlobung. Im Traktat befinden sich auch Bestimmungen zum Erwerb von Sklaven, Vieh, Mobilien und Immobilien. Im weiteren behandelt der Traktat Bestimmungen für Mann und Frau. Zum Schluss werden verbotene eheliche Verbindungen behandelt und der Rechtsstand von Kindern aus solchen Verbindungen.

Ordnung Nesikin

- Baba Kama - Erste Pforte (Krupp, Oktober 2006) 86 S. 11,- € (8,80)

- Baba Mezia - Zweite Pforte (Susanne Plietzsch, Herbst 2008) 95 S. 11,- € (8,80)

- Baba Batra - Dritte Pforte (Krupp, Juli 2004) 96 S. 11,- € (8,80)
Die drei Babot behandeln das Bürgerliche Straf- und Kapitalrecht.

- Sanhedrin - Oberstes Gericht (Krupp in Zusammenarbeit mit Matthias Hopf, Melanie Mordhorst, Dorothea Helling und Maria Theresia Zeidler, Juli 2006) S. 108 11,50 € (9,20)
Besprechung der drei Gerichtshöfe und der Gerichtsverfahren. Der Traktat ist besonders für den Prozess Jesu von Wichtigkeit.

- Makkot - Schläge (Krupp in Zusammenarbeit mit Eva Ulmer, November 2006) 56 S. 6,50 € (5,20)
Über Prügel- und andere Strafen.

- Schevuot - Schwüre (Leif Mennrich, erscheint Herbst 2008), 82 S. 9,20 € (7,40)
Behandelt das Schwüre und Meineid vor Gericht und im privaten Bereich.

- Edujot - Schwüre (Matthias Müller, September 2005) 116 S. 12,- € (9,60)
Ein Zusammenstellung aller mäglichen Zeugenaussagen zu frühen Mischnasätzen. Darunter befindet sich eine Zusammenstellung der Unterschiede der Schulen Hillel und Schammai

- Avoda Sara - Götzendienst (Krupp, Dezember 2002) 60 S. 8,50 (6,80) Euro
Über das Verhältnis zu den Nichtjuden.Wie mit ihnen gehandelt werden darf und was verboten ist im Umgang mit ihnen.

- Avot - Väter (Frank Ueberschaer/Krupp, April 2003) 98 S. 11,- € (8,80)
Spruchsammlung ethisch-moralischen Inhalts der wichtigsten Rabbinen der Mischnazeit

- Horajot - Verfügungen (Krupp, September 2006) 42 S. 5,20 € (4,20)
Sammlung irrtümlich ergangener Gesetzesentscheidungen

Ordnung Kodaschim

- Sevachim - Schlachtopfer (Martin Vahrenhorst, Herbst 2013) 130 S. 12,50 (10,-) €
Schlachtopferbestimmungen zur Zeit des Zweiten Tempels

- Menachot - Speriseopfer (Luke Neubert, Herbst 2012) 130 S. 12,50 (10,-) €
Die Speiseopferbestimmungen zur Zeit des Zweiten Tempels

- Chullin - Profanes (Frank Ueberschaer, Sommer 2012) 97 S. 9,80 (7,85) €
Im Gegensatz zu den Schlachtungen der Opfertiere behandelt der Traktat das profane Schlachten.

- Bechorot - Erstgeborene (Krupp, Herbst 2013) 99 S.9,80 (7,85) €
Die Bestimmungen über die Erstgeborenen bei Menschen und Tieren. Im letzten Kapitel wird der Tierzehnr besprochen.

- Arakhin - Schätzungen (Krupp, Herbst 2012) 77 S. 8,80 (7,05) €
Schätzungen von Menschen nach fester biblischer Regelung als Abgabe für den Tdempel. Unter anderem Nachrichten über Musikinstrumente im Tempel und die musikalische Begleitung der Tempelliturgie, Auslösung von Besitz in Städten und auf dem Land und zahlreiches andere historisches Material.

- Temura - Austausch (Jonas Leipzinger/Krupp/Johannes Wachowski, Herbst 2014) 67 S. 8,80 (7,05) €
Behandelt das Austauschen von Opfertieren und Gaben, wenn diese zum Opfer untauglich sind.

- Keritot - Ausrottungen (Hanna Rucks, Herbst 2010) 80 S. 9,50 (7,60) €
Der Traktat behandelt die Vergehen, für die die Rabbinen die göttliche Todesstrafe verhängt haben, eine Strafe, die vom Himmel erwartet wird ohne Vollstreckung durch einen irdischen Gerichtshof.

- Meila - Veruntreuung (Krupp, Herbst 2013) 65 S. 8,20 (6,50) €
Über Veruntreuungen von Opfergaben oder Besitz des Heiligtums, die mit schwerer Strafe geahndet wird.

- Tamid - Das tägliche Opfer (Krupp, September 2005) 56 S. 8,50 € (6,80)
Bestimmunmgen über die täglichen Opfer im Tempel

- Middot - Maße (Bernd Schröder, Herbst 2009) 65 S. 7,80 (6,25) €
Beschreibung des Zweiten Tempels

- Kinnin - Vogelopfer (Krupp, August 2004) -  44 S. 6,50 (5,20) Euro
Dieser Traktat behandelt das bekannteste Opfer im Tempel, das Vogel- oder Taubenpaaropfer. Trotz des einfachen Inhalts ist es einer der kompliziertesten und schwierigsten Traktate der Mischna.

Ordnung Toharot

- Kelim - Geräte (Krupp, Herbst 2015) 217 S. 19,80 (25,85) €
Mit 30 Kapiteln der längste Traktat der Mischna. Behandelt Geräte, die verunreinigen oder nicht verunreinigen. Darunter sind Geräte, die nur einmal in der Mischna vorkommen und deren Bedeutung umstritten ist.

- Ohalot - Überzeltung (Krupp, Frühjahr 2016) 133 S. 14,20 (11,35) €
Behandelt die Bestimmungen, wie Überdachung Unreinheit übertragen kann auf alles, was sich unter demselben Dach (Zelt) befindet.

- Negaim - Aussatzkrankheiten (Luke Neubert/Krupp Frühjahr 2016) 135 S. 14,50 (11,60) €
Behandel die verschiedenen Hautkrankheiten gemäß dden biblischen Bestimmungen.

- Para - Rote Kuh (Gabriele Penka OSB Frühjahr 2015) 101 S. 10,50 (6,70) €
Über das Verbrennen der roteh Kuh zur Herstellung der Asche für das Sühnwasser

- Toharot - Reinheiten (Matthias Hopf, Herbst 2009) 112 S. 11,50 (9,20) €
Der Traktat befasst sich mit Unreinheiten, wie sie übertragen werden können und welchen Grad sie ereichen können, um weiterhin Unreinheit übertragen zu können.

- Mikwaot - Taucbäder (Oliver Gußmann und Martin Majer, Frühjahr 2015) 94 S. 11,- (8,80) €
Über die Bestimmungen zu den rituellen Bädern.

- Nidda - Periode der Frau (Melani Mordhorst-Majer/Haim Majer Frühjahr 2016) 95 S. 9,80 (7,85) €
Über die periodische Unreinheit der Fru und andere Unreinheiten auch von Männern.

- Machschirim -Tauglich Machen (Matthias Hopf, Frühling 2012) 73 S. 8,80 (7,05) €
Bestimmungen, wie Geräte und Esswaren durch bestimmte Flüssigkeiten tauglich gemacht werden, Unreinheit anzunehmen.

- Sawim - Flussbehaftete (Krupp, Herbst 2015), 57 S. 7,80 (6,25) €
Der krankhafte Ausfluss bei Männern und der nächtliche Samenerguss inwiefern sie verunreingen.

- Tevul Jom - Der Tagesuntergetauchte (Gabriele Penka OSB, Herbst 2015) 49 S. 7,20 (5,75) €
Über die leichte Unreinheit, der nach dem Untertauchen noch bis zum Abend unrein ist.

- Jadajim - Hände (Harald Samuel, Herbst 2011) 56 S. 7,80 (6,25) €
Der Traktat befasst sich damit, wie Unreinheit durch Hände übertragen werden kann.

- Ukzin - Stiele (Krupp, Herbst 2015) 53 S. 7,50 (6,00) €
Wie Stiele und Griffe von Pflanzen, Geräten und Gegenständen Unreinheit übertragen können.

 

 

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Plädoyer für eine Studienausgabe der Mischna

Was ist die Mischna?

Die Mischna ist der erste Versuch des rabbinischen Judentums, nach der Tempelzerstörung das gesamte Gebiet der mündlichen Tora zusammenzufassen. Sie tut das nach einem inhaltlich bestimmten Prinzip in sechs Büchern, Ordnungen genannt, die den gesamten Bereich des menschlichen Lebens, des Kultus,der Alltags- und Festtagsbestimmungen, des mitmenschlichen Verhaltens sowie der Beziehung zu Gott zusammenfassen.
Der Entstehungsprozess, der schon in der Zeit des Zweiten Tempels begann, hat nach der Tempelzerstörung noch mehr als ein Jahrhundert gedauert, bis er in einer endgültigen Form unter Jehuda ha-Nasi, 200 nach der Zeitrechnung, zu einem Abschluss kam. Damit wurde die Mischna zur Grundlage aller weiteren halachischen Schriftstellerei, die zunächst im palästinischen, und dann im babylonischen Talmud einen weiteren Höhepunkt und Zwischenabschluss erreichte und dann später in den halachischen Kompendien, aber auch in den Midraschim bis ins Mittelalter und darüber hinaus, weitergeführt wurde.
Die Mischna ist also der erste große Abschluss rabbinschen Denkens und umreißt das, was Judentum bezeichnet in seiner ersten Entwicklungsstufe, die aber spätere Entwicklungen bereit miteinschloss.

Der Text der Mischna

Ein Hauptproblem der Mischnaforschung ist die Frage nach der originalen Gestalt der Mischna, denn es sieht so aus, als seien bereits kurz nach Abschluss der Mischna zwei Rezensionen vorhanden gewesen, die sich gegenüberstanden. Hinzu kommt, dass die Geschichte der Textüberlieferung besonders unglücklich für die späteren Druckausgaben der Mischa war. Fest steht, dass die heutigen im Druck vorliegenden Mischnaausgaben allesamt mehr oder weniger verderbte Mischformen der usprünglichen beiden Rezensionen der Mischna sind, wobei die alte palästinische Tradition fast völlig verloren ging. Zwischenzeitlich wurde der Text noch durch die christliche Zensur weiter verderbt, so dass es heute manchmal nicht möglich ist, aufgrund der Drucke den ursprünglichen Wortlaut und Sinn der Mischna auszumachen. Um so wichtiger ist es, zu einer verlässlichen Ausgabe zu gelangen. Ansätze dazu sind an verschiedenen Orten und Zeiten in der jüngeren Vergangenheit gemacht worden, keines dieser Projekte ist aber bisher zu einem befriedigenden, oder überhaupt zu einem Abschluss gekommen. Dies liegt auch daran,dass eine wissenschaftliche Ausgabe ein sehr kompliziertes Projekt ist und sehr viel Aufwand bedarf, da besonders das nur fragmentarisch erhaltene Genizamaterial dafür ausgewertet werden müsste. Es wäre aber schon von einem enorm großen Fortschritt, wenn die wichtigsten Textzeugen der Mischna zu einer Studienausgabe zusammengestellt würden, die eine Ausgangsbasis für einen verlässlichen Mischnatext wären. Eine solche Studienausgabe ist hier beabsichtigt.

Die Textüberlieferung

Um die Wichtigkeit einer solchen Ausgabe plausibel zu machen, soll hier kurz auf die Textüberlieferung der Mischna eingegangen werden. Die Mischna ist, wie gesagt, von Anfang an in zwei verschiedenen Rezensionen überliefert worden. Das liegt daran, dass die Mischna nach ihrem Abschluss durch Rabbi sehr bald nach Babylonien gekommen und dort zur Grundlage der beginnenden Talmudüberlieferung geworden ist. Im Land Israel aber, dem Ursprungsland der Mischna, begann diese Entwicklung eine Generation später. Inzwischen wurde weiter an der Mischna gearbeitet und es kam am Ende der Lehrtätigkeit Rabbis zu einer zweiten Rezension, der sogenannten palästinischen Rezension. So standen sich zwei Rezensionen gegenüber, die frühere babylonische und die spätere palästinische. Die babylonische Rezension wurde zur Grundlage des babylonischen, die palästinische des palästinischen Talmuds.
Beide Rezensionen haben sich aber nicht,oder zumindest nicht vollständig, erhalten.Die Mischna der babylonischen Rezension stand zwar ursprünglich vollständig innerhalb der Gemara des babylonischen Talmuds, wie wir noch an den erhaltenen alten Fragmenten aus der Geniza erkennen können, wurde aber mit der Zeit so stark verkürzt, dass die Abschreiber sich genötigt sahen, den gesamten Text der Mischna kapitelweise an den Anfang eines jeden Kapitels der Gemara zu stellen. Dieser Mischnatext war aber nicht mehr der Text der ursprünglichen babylonischen Rezension, sondern ein Mischtext.
In Palästina war die Entwicklung anders. Hier wurde die Mischna als besonderes Buch weiterhin separat abgeschrieben. Der palästinische Talmud aber erhielt ursprünglich überhaupt keine Mischna, wie wir wiederum an den erhaltenen Genizafragmenten unschwer erkennen können. Die Mischnahandschriften, also die Handschriften, die nur den Text der Mischna enthalten, entwickelten sich aber auch mit der Zeit zu Handschriften mit einem Mischtext, so dass sich der Text der reinen palästinischen Rezension in wenigen frühen Mischnagenizafragmenten erhalten hat und eventuell aus der Diskussion im palästinischen Talmud erschlossen werden kann.
Das besagt, dass wir in reiner und vollständiger Form keine der alten unterschiedlichen Versionen besitzen. Allerdings ist festzustellen,dass die babylonische Rezension sich in den Hauptzeugen der verschiedenen Handschriften des babylonischen Talmuds bewahrt hat und die der palästinischen Version unterschiedlich gut in den drei vollständigen Mischnahandschriften. Wie unterschiedlich wird noch im Folgenden erläutert werden.
Der weitere Verlauf der Mischnatextüberlieferung ist dann folgendermaßen: Nach dem Kommentar des Maimonides scheint die Mischna im Wesentlichen nicht mehr gesondert abgeschrieben worden zu sein, sondern nur noch mit dem Kommentar des Maimonides zusammen, zuerst mit dem arabischen Kommentar, im Orient und hier besonders im Jemen, und später mit dem ins Hebräische übersetzten Kommentar, besonders in Italien. Alle diese Handschriften, mehr als ein Dutzend, enthalten den besonderen Text der Mischna des Maimonideskommentars, der leider eine weitere Verschlechterung des Mischnatextes in Richtung eines Mischtextes ist. Maimonides begann seinen Kommentar als Jugendlicher in Spanien, schrieb weiter an ihm auf der Flucht aus Spanien über Marokko und beendete ihn schließlich in Ägypten. Zweidrittel des Autographs haben sich erhalten und befinden sich heute in Oxford und Jerusalem. Nach seinem Vorwort standen ihm die unterschiedlichsten Texte zur Verfügung, zuzeiten aber auch gar keine, so dass er gezwungen war, den Mischnatext aus dem Kopf zu zitieren.So ist der Mischnatext des arabischen Maimonideskommentars besonders unzuverlässig und zufällig, mal der palästinischen, mal der babylonischen Tradition verwandter, manchmal aber auch gar keiner. So spricht die Forschung von einer dritten Version, der version des Maimonides.
Ähnliches ist von den Texten mit der hebräischen Übersetzung des Maimonideskommentars zu sagen. Die Übersetzer fanden nach ihren Aussagen in den verschiedenen Vorworten zu der Übersetzung Handschriften vor, in denen die Mischna bereits abgekürzt war. Auch sie hatten Schwierigkeiten, einen Mischnatext zu finden und waren gezwungen, hin und wieder aus dem Kopf zu zitieren. Das Ergebnis ist ein noch unzuverlässigerer Text.
Der Erstdruck der Mischna, Neapel 1492, druckt aber gerade diesen Text ab, zusammen mit dem ins Hebräische übersetzten Kommentar des Maimonides. Hinzu kommt, dass diese Ausgabe reich an Druckfehlern ist. In den späteren Ausgaben der Mischna wurde dieser Text nach den ersten Mischnaausgaben verbessert, die den Venediger Talmudausgaben des 16.Jahrhunderts beigegeben waren. Im Wesentlichen ist dies der Text der babylonischen Version. Nur dieser Text wird in den späteren Mischnausgaben abgedruckt Damit sind die letzten Reste der palästinischen Version, die noch im Erstdruck von Neapel vorhanden waren, endgültig verschwunden. Nach der Einführung der christlichen Zensur wurden diese Texte weiter verstümmelt. Das Ergebnis ist die klassische Ausgabe der Mischna in der Wilnaer Ausgabe,die denkbar schlechteste Ausgabe, die man sich vorstellen kann .Moderne Ausgaben wie die Hoffmannsche oder die von Albeck haben sich lediglich bemüht, die christliche Zensur rückgängig zu machen, was der Hoffmannschen Ausgabe nicht immer gelungen ist, weil sie vermutlich kein unzensiertes Exemplar als Vorlage hatte.

Die wichtigsten Textzeugen der Mischna

Aus dem bisher Gesagten sollte deutlich sein, dass hier Abhilfe vonnöten ist. Es soll im Folgenden der Handschriftenbefund kurz aufgeführt und auf seinen Wert für eine Studienausgabe untersucht werden. Grundsätzlich muss gesagt werden, dass für eine Studienausgabe nur vollständige Handschriften in Frage kommen.Wie wertvoll die Genizafragmente auch sein mögen, bis auf eine Ausnahme ist kein Traktat vollständig erhalten, geschweige eine ganze Ordnung oder die gesamte Mischna.
Beginnen wir mit den drei vollständigen Mischnahandschriften, die sich erhalten haben und die nur den Mischnatext ohne Kommentar enthalten.

Handschrift Kaufmann

Hier ist zuerst »Handschrift Kaufmann« zu nennen, die sich einst im Besitz des Gelehrten David Kaufmann befand und heute in der Akademie der Wissenschaften in Budapest aufbewahrt wird. Sie ist eine besonders alte Handschrift und stammt wahrscheinlich aus dem 11. oder 10. Jahrhundert und wurde in Palästina oder Süditalien geschrieben. Sie ist die älteste auf uns gekommene Mischna-Handschrift mit besonders vielen altertümlichen mischnischen Formen, die in den anderen Handschriften verloren gegangen sind. Leider war der Abschreiber der Handschrift kein großer Gelehrter und hat zahlreiche Partien nicht verstanden und verstümmelt wiedergegeben. Diese Handschrift wurde wahrscheinlich im 12. Jahrhundert punktiert und zwar aufgrund einer Vorlage, die die altertümliche babylonische Punktation enthielt. Der Punktator hat auch sehr stark den Text der Handschrift aufgrund seiner Vorlage verbessert, entweder hat er den ursprünglichen Text ausradiert und den neuen Text darübergeschrieben und zwar so sorgfältig, dass der ursprüngliche Text in vielen Fällen nicht mehr zu verifizieren ist, oder er hat den Text lediglich über den alten geschrieben oder den anderen Text nur durch seine Punktation angedeutet. Weiter hat er fehlenden Text am Rand der Handschrift vermerkt.
Handschrift Kaufmann ist im Kern ein Text der palästinischen Rezension, allerdings mit einigen Beeinflussungen der babylonischen Rezension, wie es ein Vergleich mit Genizafragmenten und den anderen Mischnahandschriften nahelegt. In der Schreibung ist die Handschrift strikt palästinisch. Das wichtigste an der Handschrift Kaufmann ist die Bewahrung zahlreicher urtümlicher Formen des mischnischen Hebräisch,die in anderen Handschriften verloren gegangen sind. Nur noch wenige alte Genizafragmente weisen ebenfalls diese Formen auf. Trotz aller Problematik also ist Handschrift Kaufmann die wichtigste Mischnahandschrift und hat deshalb als Grundtext zu gelten.

Mischnahandschrift Parma 138

Handschrift Parma, früher ins 13.oder 14.Jahrhundert datiert, ist um das Jahr 1073 geschrieben und bildete ursprünglich mit der in diesem Jahr geschriebenen Sifrahandschrift Vatican 31 einen Codex, der erst im 16.Jahrhundert vermutlich in einem Familienerbstreit aufgeteilt wurde (Vgl meinen Aufsatz in Tarbitz,1980,194 -196). In der Schreibung ist HS Parma ebenfalls eindeutig palästinisch, die Beeinflussungen durch die babylonische Version sind aber viel weitgehender als in HS Kaufmann. Handschrift Parma scheint aus Süditalien zu stammen.

Handschrift Cambridge 470 II

Handschrift Cambridge, zum Teil auch Lowe genannt, nach dem Herausgeber eines ersten zeilengerechten Abdrucks der Handschrift 1883, ist die jüngste der Mischnahandschriften und stammt aus dem 13.oder 14. Jahrhundert. Im Gegensatz zu HS Kaufmann und HS Parma, die in einer monumentalen Quadratschrift geschrieben sind, ist HS Cambridge in einer rabbinischen Schrift ausgeführt, die Lowe mit einer Art Raschischrift beim Abdruck zum Ausdruck gebracht hat. Als Entstehungsort der Handschrift wird häufig Griechenland angegeben. Trotz ihres jüngeren Alters hat die HS Cambridge den Text der palästinischen Rezension am treusten bewahrt, nicht aber immer die altertümlichen Formen. Alle drei Mischnahandschriften zusammen ergeben besonders wenn sie übereinstimmen als Gegensatz zu den Talmudhandschriften den Text der palästinischen Rezension, so dass durch eine Wiedergabe dieser Handschriften im Text und im Apparat der Leserschaft eine sehr wichtiger Text zur Verfügung gestellt ist, den der Wissenschaftler bisher nur im Rückgriff auf die Handschriften selbst oder ihre Faksimileausgaben einsehen konnte.

Die übrigen Mischnahandschriften

Die Texte mit dem Kommentar des Maimonides

Die Mischnahandschriften mit dem arabischen oder ins Hebräische übersetzen Mischnakommentar wurden oben erwähnt. Es geht aus der dort gebrachten Beschreibung hervor, dass sie keinen genuinen und wertvollen Mischnatext enthalten. Dies gilt sogar für das zu zwei Drittel erhaltene Autograph des Maimonides, das heute in Jerusalem und in Oxford liegt und als Faksimiledruck erschienen ist. Diese Handschriften werden deshalb in unserer Studienausgabe übergangen.

Die Mischna des Jerushalmi

Wie oben gesagt hatte der palästinische Talmud ursprünglich keine Mischne enthalten. Die in der Handschrift Leiden, dem einzigen vollständigen Text des Jerushalmi, beigegebene Mischna am Anfang eines jeden Kapitels enthält einen Mischnatext, der entweder direkt von der Handschrift Parma abgeschrieben worden ist oder von einer HS Parma sehr verwandten Handschrift. In den meisten Abweichungen stimmen beide Handschriften überein. Es erübrigt sich also neben HS Parma auch diese Handschrift in unserer Studienausgabe mitzuteilen. Der Erstdruck des Jerushalmi,dem die späteren Drucke folgen, hatte bekanntlich als Druckvorlage die Handschrift Leiden, so dass auch die-ser Text unberücksichtigt bleiben kann.

Der Mischnatext der babylonischen Talmudhandschriften

Bekanntlich gibt es nur eine Handschrift, die den gesamten babylonischen Talmud enthält, HS München. Daneben gibt es noch eine Reihe von Handschriften, die einzelne Traktate oder Ordnungen enthalten. Alle diese Texte sind gegenüber dem Block der Mischnahandschriften untereinander recht verwandt und besonders.Wenn es sich auch hier, wie oben gesagt, um Mischtexte handelt, so geben sie doch im Großen und Ganzen die babylonische Version wieder. Gerade in dieser Hinsicht ist die Handschrift München ein sehr guter Vertreter und eine der der babyblonischen Version am nächsten stehenden Handschriften. Ähnlich wie bei HS Kaufmann muss aber auch hier gesagt werden, dass der Abschreiber leider besonders unsorgfältig gewesen ist und sehr viel Text durch Homoioteleuta übersprungen hat. Das bezieht sich aber eher auf den Talmud- als den Mischnatext,der sich in einer größeren Schrift, ganz singulär im Vergleich zu anderen Talmudhandschriften, am Rand der Handschrift findet. Da es sich bei unserer Ausgabe um eine Studienausgabe handelt, genügt es, nur HS München als besonders typischen Zeugen der babylonischen Tradition zu bringen. (Eine ausführliche Zusammenstellung aller Mischnahandschriften findet sich in meinem Aufsatz: Manuscripts of the Mishna. In: Compendia Rerum Iudaicarum ad Novum Testamentum, Part two, The Literature of the Sages, Maastrich/Philadelphia, 1987, S. 252-262.)

Der Mischnatext der Drucke

Wie oben bereits gesagt ist der Text des Erstdruckes, Neapel 1492, besonders schlecht. Hinzu kommen zahlreiche Druckfehler und weitere Verderbnisse in dieser Ausgabe, die nicht auf die Vorlage, die Mischnahandschriften mit dem Maimonideskommentar in hebräischer Übersetzung, zurückgehen. Er spielt auch in der weiteren Druckgeschichte nur ein Zwischenspiel, da ,wie gesagt, die späteren Drucke sich nach den Venediger Talmuddrucken ausrichten. Es genügt also, für diese gesamte Tradition, das von der christlichen Zensur gereinigte Endergebnis, die Ausgabe von Albeck, zu bringen. Damit hat der Leser auch eine gute Vergleichsmöglichkeit zu den heute üblicherweise gebrauchten Mischnaausgaben. Im Endergebnis wird er feststellen, dass der Text München und Albeck im Großen und Ganzen die babylonische Rezension wiederspiegeln im Gegensatz zu den drei vollständigen Mischnahandschriften, die die palästinische Redaktion repräsentieren.

Die für die Ausgabe relevanten fünf Mischnatexte und die Reihenfolge

Zusammenfassend ist zu sagen, dass aus den genannten Gründen folgende fünf Texte für den Text und den textkritischen Apparat ausgesucht sind: Die drei Mischnahandschriften, Kaufmann, Parma und Cambridge, Talmudhandschrift München und der Mischnadruck nach der Ausgabe von H.Albeck. In dieser Reihenfolge finden sie sich auch im textkritischen Apparat. Zuerst stehen die Texte mit vorwiegend palästinischer Tradition, in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit, es folgen die beiden Texte mit vorwiegend babylonischer Version.
 
 

Beispiel einer Doppelseite aus dem Traktat Avot